Chromapark´96 - Techno Art Exhibition 1996 vom 4. bis 13.4. in Berlin
Der Jahreskalender eines durchschnittlichen Technojüngers wird dominiert von der Dreifaltigkeit folgender Ereignisse: Chromapark, Mayday und LoveParade.
Das "experimentielle Kommunikationslabor"
entpuppt sich als eine Anhäufung von gesponsorten Hewlett-Packard Rechnern mit Zugang zum Internet. Eine Indy Workstation von Silicon Graphics mit Videokamera ist mit der spärlich bestückten Chromapark Filiale in der Infobox am Potsdamer Platz verbunden, so daß junge, lustige Leute in Karohosen sich auf dem Bildschirm sehen können. Wie aufregend!
Es gibt Leuchtkasten-Installationen, Dia-Projektionen, Fotos und eine überdimensionale Lavalampe, deren kleine Geschwister der Plattenladen um die Ecke verkauft. Oh ja, ein Endlosloop mit Zitaten von Baudrilliard, Foucault, etc. auf mehrern Fernseher findet auch statt.
Böse Stimmen
Der trockene Kommentar von fabiankroeger@zedat.fu-berlin.de im Chromapark Online Gästebuch zu dieser Ansammlung von Exponaten: "...es wurde eben zusammengekleistert, was nicht zusammengehört."
Oder mit den Worten von tanithtanith@techno.de:"...Chromapark 94 hat dem bequemen Feuilletonpack gezeigt, daß man es besser kann, Chromapark 96 hat sich dem öden Kunstschmonzes angepasst..."
Der Anspruch, die Natur der Zukunft darzustellen oder gar zu erforschen ist in keinster Weise verwirklicht worden. Und wenn es zarte Ansätze der Realisation gibt, sind sie von Camel Zigaretten verteilenden Werbetanten niedergetrampelt worden. Chromapark´96 ist von der Industrie gesponsorte Langeweile und Stagnation.
© Copyright Wildpark 1996